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Eine
alte Bauern- und Weidmannkultur
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Literatur
Diese
Übersicht basiert auf einer Zusammenfassung, die Ola Grøsland
(Studienrat - Norwegisch als Hauptfach) aufgestellt hat.
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| Geschichte |
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Geschichte |
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900-1300
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Altnordische
- norwegisch-isländische Literatur:
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Meist
mündliche Überlieferungen, die um 1200 niedergeschrieben wurden.
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"Edda"gedichte
(die ältere Edda)
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Gedichte über Götter und Helden,
ungefähr 30: Volusspå, Håvamål, und Trymskvida.
Diese Gedichte fokussieren auf die Vergangenheit/die Vorzeit der
Menschen.
Anonyme Dichtung - keine Verfasser werden erwähnt.
Stabreime und Kenninge (bildliche Umschreibungen)
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Urnes
Stabkirche
in Sogn ist die älteste Stabkirche Norwegens
(z.T. aus dem Jahr 1060)
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Skaldengedichte
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Ungefähr
250 Skalden.
Sie berichteten über ihre Gegenwart, priesen Könige und Grafen und
hatten eine hohe Position in der damaligen Gesellschaft.
Umfangreiche Preisgedichte, Gelegenheitsgedichte und Liebesgedichte.
Viele Bilder und Kenninge aus der altnordischen Mythologie.
Stabreime und poetische Umschreibungen "Heitis"
werden benutzt.
Snorre Sturlason (1178-1241): "Den yngre
Edda" ("Die jüngere Edda") - ein Lehrbuch für
Skalden.
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"Islendingesoger"
(Sagen von Island/Isländer)
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Es gibt
ungefähr 30 davon, diese Sagen handeln von mächtigen
Familien/Sippen auf Island .
Themen:
Isländische Häuptlinge und mächtige Männer aus der Zeit von 930
bis 1030.
Der Kampf um Macht und Ehre, um einen guten Nachruf zu sichern
(Blutrache bei Verletzung der Sippenehre).
Schicksalsglaube.
Objektive Darstellung in knapper und nüchterner Form -
Untertreibung ("understatement")
Bericht und Repliken/Dialoge wurden betont.
Die treffende Antwort wurde geschätzt.
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"Kongesoger"
(Sagen über Könige)
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Das
Hauptwerk ist "Heimskringla" von Snorre
Sturlason.
Knappe und nüchterne Darstellung, wo es auch Einschläge von
Skaldendichtung gibt..
Die dramatischen Höhepunkte werden szenisch dargestellt.
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Volksdichtung
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Mündliche
Überlieferung (erst im neunzehnten Jahrhundert wurde einiges davon
niedergeschrieben)
Variationen über Themen, die allgemeingültig sind.
Anonyme Dichtung - keine
Verfasser werden erwähnt.
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Märchen
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Tiermärchen, Sagenmärchen,
humoristische Märchen und novellistische Märchen.
Feste Formeln z.B. was Anfang und Ende des Märchens betrifft.
Personen: eindimensionale Typen, die nicht bei Namen genannt werden
- oder häufig vorkommende Namen tragen.
Die Handlung ist schematisch und einfach, szenisch dargestellt ohne
Verfasserkommentare.
Die Zahl 3 wird wiederholt verwendet.
Die Märchen haben normalerweise ein gutes und gerechtes Ende.
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Sagen
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Übernatürliche Sagen,
historische Sagen und Sagen, die etwas erklären.
Sie geben vor/prätendieren, wahr zu sein, und spiegeln den
allgemeinen Volksglauben wieder.
Es gibt oft einen tragischen Unterton.
Meist wird Zeit und Ort angegeben
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Balladen
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Trolllieder, naturmytische Lieder,
Ritterlieder und Sagenlieder.
Epische Lieder aus dem Mittelalter (vor 1536), oft mit Dialogen und
stimmungsvollen/lyrischen Schilderungen.
Wurden auch als Tanzlieder benutzt (vgl. Latein: "ballare":
tanzen).
Kehrreime.
Endreime.
Parallelstrophen: Fast gleiche Strophen.
Viele dieser Balladen hatten ihren Ursprung in Frankreich. Sie kamen
oft über England nach Norwegen.
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1500-1600 |
"Der
Humanismus"
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Man befasste sich mit norwegischer
Geschichte und religiösen Themen.
Zielgruppe war eine Minorität der Bevölkerung und man benutzte
manchmal Latein.
Die Texte wurden meist nicht gedruckt, sondern als Abschriften
verbreitet.
Absalon Pedersen Beyer, Peder Clausson Friis
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1600-1700
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Der
Barock
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Das Hauptziel der Literatur: Gott
und den absoluten König zu loben.
Als literarische Hilfsmittel, um das zu erreichen, benutzte man:
Kontrast (z.B. das vergängliche Leben auf Erden/der Sterblichen -
der allmächtige Gott), Metapher, Adjektive, und Übertreibung.
Sprachlich: reich an "Ornamenten"/Wörtern, manchmal
überladen.
Meist religiöse Literatur (Psalmen).
Petter Dass, Thomas Kingo, Dorothe Engelbretsdotter.
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1700-1800 |
"Die
Aufklärung" und "Der Klassizismus"
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Man betont Forschung und Vernunft; der
Wissenschaftler verkörpert das Ideal.
Kritisch, was weltliche Autoritäten und die Macht und Dogmen der
Kirche anbelangt
Toleranz ist wichtig.
Muster aus der klassischen Literatur (aus der griechischen u.
römischen L.) werden nachgeahmt.
Eine klare, nüchterne und harmonische Form, wo Satire und Ironie
wichtige Elemente sind.
Meist Prosa (z.B. Komödien und Essays)
Ludvig Holberg (1684-1754) und Autoren in "Det
norske Selskab"(Der norwegische Verein) in Kopenhagen .
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1800(1820)
- 1860
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Die
Romantik
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A: Die Romantik im eigentlichen
Sinne (1820-1840)
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Betont eine geistige
"Wirklichkeit": Pantheismus: Gott existiert/ist in allen
Dingen der Welt.
'Gefühl' (z.B.: die Liebe) und 'Stimmung' (Mystik) werden
akzentuiert.
'Das Schöne' wird hervorgehoben.
Man zeigt Interesse an fernen Ländern, befasst sich aber wenig mit
den gesellschaftlichen Verhältnissen der Gegenwart.
Der Dichter ist ein 'Prophet', der eine tiefere, geistige
Wirklichkeit vermittelt, und der sich souverän über traditionelle
literarische Muster und Gattungen hebt.
Viel Lyrik, z.T. wird mit der traditionellen Form gebrochen.
Henrik Wergeland (1808-1845), Johan Sebastian
Welhaven (1807-1873).
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B: Die 'Nationalromantik'
(1840-1860)
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Das Nationale steht im Zentrum: Unberührte
Natur, die Vorzeit, das Volksleben und die Volkskultur.
In den vierziger Jahren wurden Märchen und Sagen aus der
Volksdichtung eingesammelt und niedergeschrieben. Diese Texte haben
später als Anregung für Literatur und andere Kunstwerke gedient.
Man fokussierte auf nationale Eigenart und Identität.
Lyrik, Bauernerzählungen und Dramen, die auf alten Sagen basierten.
Jørgen Moe, Ivar Aasen(1813-1896), Henrik
Wergeland (1808-1845), Johan Sebastian Welhaven
(1807-1873).
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C: Kulturstreit (1830-40)
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Wenn es um literarische Form, oder um das
Verhältnis zu der dänischen Sprache/der dänischen Kultur gingen
die Meinungen auseinander.
Zentrale Personen in diesem Kulturstreit waren Henrik
Wergeland und Johan Sebastian Welhaven
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1860-1875
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Poetischer
Realismus
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Wirklichkeitsnahe Literatur. Der Idealismus
ist gedämpfter und nüchterner, man versucht im Alltag seine
Lebensaufgabe zu finden und zu realisieren.
Henrik Ibsen, Bjørnstjerne Bjørnson, Aasmund Olafsson Vinje,
Ivar Aasen.
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1875-1890
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Der
kritische Realismus
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Man fokussiert auf die
Gesellschaftsverhältnisse der Gegenwart (das Bürgertum).
Der Mensch ist frei und hat das Recht sich selbst zu realisieren und
sein eigenes Leben zu leben.
Das Ideal: Die Wahrheit und die Freiheit des Menschen.
Der Konflikt: Individuum - Gesellschaft
Normen und Werte der etablierten Gesellschaft/des Establishments
werden in Frage gestellt (Schule, Kirche). Die Gleichberechtigung
der Frau.
Tendenzliteratur: Man kritisiert um Dinge zu ändern und verbessern.
Form:
Konkrete, charakteristische Details werden verwendet, wenn Personen
und Milieu beschrieben werden.
Die Personen repräsentieren oft soziale Schichten.
Die Einstellung des Verfassers kommt durch Ironie, Satire und
Kontrast zum Vorschein.
Dramen, Romane und Kurzgeschichten.
Henrik Ibsen, Bjørnstjerne Bjørnson, A.L. Kielland, J. Lie
und Arne Garborg.
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1880-1895
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Der
Naturalismus
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Ein düsterer und krasserer
Realismus.
Man legt Gewicht auf eine objektivere und detailliertere Schilderung
des Milieus (z. B. Armut und Prostitution).
Will Mitleid mit denen, die in kümmerlichen und armseligen
Verhältnissen leben, erregen.
Deterministische Lebensanschauung: Der Mensch ist unfrei, das Leben
ist durch Erbanlagen und Milieu prädestiniert. Pessimismus.
Romane und Kurzgeschichten: Amalie Skram, Christian Krogh
und Hans Jäger; zum Teil: Arne Garborg
und Jonas Lie.
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1890-1900
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Neuromantik
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Der "innere" Mensch, Natur und
Religion werden betont.
Schlagwort: "Das unbewusste Seelenleben" (Knut
Hamsun) - der Sinn des Menschen ist komplex, irrationell und
rätselhaft. Die Personen sind impulsiv, teils durch Triebe und
Einfälle/Launen gesteuert (vgl. "Sult").
Häufiger Stimmungsumschwung: Angst, Befremdung, Erstaunen, Liebe,
ekstatische Freude, Melancholie.
Der Mensch fühlt sich mit der Natur verbunden, erlebt Disharmonie
im Verhältnis zur Zivilisation.
Form:
Oft Ich-Erzähler
Lyrik und lyrische Prosa: Knut Hamsun, S. Obstfelder;
z.T. Arne Garborg und Jonas Lie.
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1890-1910?
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Heimatdichtung
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Lokales Gepräge was die Schilderung von
Volksleben und Natur betrifft.
Hans Aanrud, Rasmus Løland, Halvor Floden ...
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1905-1940
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Der
Neurealismus
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A: Kulturgeschichtliche Literatur
mit ethischen Problemstellungen (1905-30)
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Serienromane, wo lokales Milieu und
Geschichte betont werden, z. B. "Juvikfolket" von Olav
Duun und "Kristin Lavransdatter" von Sigrid
Undset.
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(Mehr wird folgen)
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